Zwölftes Kapitel.
Eines ſchönen Nachmittags im Spätherbſte hielt ein bequemer Wagen, der die breitere Straße an der anderen Berglehne heraufgefahren war, an der Wald⸗ ecke, von der man auf einer kleinen Anhöhe den Ro⸗ denhof erblickte. Er nahm ſich gar ſtattlich in der herrlich klaren Luft zwiſchen den dunklen Fichtenbe⸗ ſtänden aus. Und das fand auch der eine der beiden Inſaſſen des Wagens, der ein wenig matt auf die Polſter zurückgelehnt, bisher ziemlich einſilbig, doch mit ſichtlicher Theilnahme um ſich geſchaut.
„Emmy, was iſt das?“... fragte er lebhaft, indem er ſich aufrichtete, und ſein blaſſes bärtiges Ge⸗ ſicht röthete ſich leiſe.
„Nun, der Rodenhof“... erwiderte die Gefragte


