Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Anſicht, ich blickte in eine offene Seitenthüre und ſah ein Zimmer mit Jagd⸗ und Angelgeräthen, Waffen und allerlei Krimskrams ausgeſtattet, wie man's in Herrenzimmern zu treffen pflegt. Dort ſtand auch ein größerer Bücherkaſten, ich ging aber nicht hin und blieb ſittſam in dem uns angewieſenen Wartezimmer. Dort drinnen mochte wohl der Mann gewohnt haben. Ich fragte Haun, der mit ſeinem blutgierigſten Geſichte in einem Fauteuil ſaß.

„Den Teufel auch!“ brummte er mürriſch, als wenn er ſeinen Todfeind zu erwarten gedächte,„iſt ja Alles erſt ſeit zwei Jahren umgebaut. War eine elende Bauernhütte und weiter nichts. Hat Alles ſie gethan, ganz allein ſie, mit ein paar lumpigen Gul⸗ den. Er hat ſich den Kukuk darum bekümmert, wäh⸗ rend er in der Welt herumfuhr.“

„Iſt's Der?“ fragte ich höchſt überflüſſiger Weife, denn die Antwort konnte ich mir ſelber geben. Das einzige werthvolle, über die Gewöhnlichkeit hinausrei⸗ chende Einrichtungsſtück war ein Oelbild, nicht einmal groß, nur ſo, daß es über dem Nähtiſche Platz fand, aber ein Meiſterwerk, den ſchönen und eigenthümlich melancholiſch düſteren Kopf eines Mannes darſtellend, deſſen Nationalität unverkennbar dem Namen entſprach, den die Beſitzerin des Rodenhofes führte. Ein Kranz