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an die Südoſtecke ſtieß ein ganz ſtattliches Thürmchen, mit einer Plattform oben, die weite Ausſicht gewähren mußte. Die übrigen Gebäude, Scheunen, Waſchküche, Backofen, Ställe und was dazu gehört, ſahen nicht anders aus, als allerorts, aber ſie zeugten von großer Ordnung und Reinlichkeit. Wie eine Front Soldaten waren die hier im Gebirge üblichen„Heunzen“ unter dem Vordache rangirt. Lebhaftes Gackern erſcholl aus dem großen Hühnerhofe, der Rythmus des Dreſchflegels von der Tenne und aus der Ferne klang ein hübſches Geläute von Kuhſchellen. „Das iſt der Rodenhof“.. ſagte mein Freund ..„mir freilich nichts Neues, denn ſchon beim erſten
Anblick— wer klügelt die feinen Fäden der Gedanken⸗
verbindung aus?— hatte ich es gewußt.
Da wir ganz nahe waren, ſah ich erſt, daß, was ich für alt gehalten, erſt der jüngſten Zeit ſeine Ent⸗ ſtehung verdankte. Das Holzwerk war braun gebeizt, wie von den Jahren, die Fenſter waren hoch und in ſchönen Verhältniſſen, wie die deutſche Vorzeit ſie nicht kannte, ſogar der Thurm mochte noch keinem Viertel⸗ jahrzehnt getrotzt haben, und dort um jene Ecke lugte ein Gärtchen hervor, deſſen dürftig entwickeltes Ge⸗ büſch eine Anlage vom letzten Frühjahre verrieth.
Es war Alles ſehr nett, verdroß mich aber doch,


