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und ich machte mich auf, die ſo oft angebotene Gaſt⸗ freundſchaft zu erproben.
Das Wetter hatte ſich während der Eiſenbahn⸗ fahrt zum Ueblen gewandt; ein ſtarker Regen fiel, gegen den mich das Wägelchen, welches ich auf der Station — ich weiß nicht einmal mehr deren Namen— ge⸗ miethet, mit ſeinen mangelhaften Vorrichtungen nichts weniger als ausreichend beſchützte. Die Straße ver⸗ engte ſich bald und wurde, je höher ſie ſtieg, um ſo ſchlechter, der Grund war aufgeweicht, das jedenfalls nicht an nahrhafte Koſt gewöhnte Pferd beſaß zu wenig Kraft, die Hinderniſſe zu überwinden, mühſam und in jener mitleiderweckenden Weiſe keuchend, in der ſich eine unheilbare Lungenkrankheit verräth, kroch das arme Thier, an jeder Raſt und gar oft auch ander⸗ wärts ſtille haltend, zwiſchen den dunklen Tannen hin⸗ an und als wir oben an dem mir vorherbezeichneten Fuhrmannswirthshauſe angelangt waren, da hatten ſich die Nebelſtreifen, die wie Spinngewebe an den Waldſpitzen gehangen, zwar verzogen, man ſah weit in das grüne Thal hinab und nach den waldigen Höhenrücken hinüber, wo ein kleines Kirchdorf im letz⸗ ten Sonnenſtrahle, der verſpätet noch zwiſchen den Zacken im Weſten einen Durchweg gefunden hatte, aus dem Schatten goldig hervorzutreten ſchien, und ein
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