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die Anſtrengung des Geiſtes vom Grübeln ablenkt, daß mich meine Ehe befriedigt, ja beglückt. Meine Frau iſt gut und rein wie ein Kind, ihr Herz iſt von Gold, treu und wahr. Keine Falte iſt darin, die ich nicht kenne. Immer fröhlich flattert ſie durch das Haus und erfüllt es mit Sonnenſchein. Auf meine Arbeiten ſieht ſie mit Stolz und Freude, an meiner Lectüre, an mei⸗ nen muſikaliſchen Uebungen nimmt ſie mit Aufmerk⸗ ſamkeit und Verſtändniß Theil, ſie begleitet mich auf allen Spaziergängen und Ausfahrten und findet doch Zeit, auch die Haushaltung zu leiten und mir die Heimat behaglich zu geſtalten. Sie iſt ſchön, lieb und geſcheidt und ich ſage mir oft, daß ich ein ſolches Weib eigentlich gar nicht verdiene. Ich liebe ſie aus vollem Herzen und verehre ſie wie meinen Schutzengel, denn das, ja das war ſie in der That und ich müßte der undankbarſte Menſch ſein gegen ein Schickſal, das mich ſo reich mit ſeinen Gaben überſchüttet, wenn ich ſagen wollte, daß ich mich nicht glücklich fühle.“
Er hatte ſich in Eifer geſprochen. Sein Auge glühte im Enthuſiasmus des Lebens und ſein Lächeln zeigte aufrichtiges Behagen, wie auch ſein geſundes Ausſehen bewies, daß der Kummer nicht an ihm zehre. Dennoch entging es Streicher nicht, daß ein Schatten auf der Stirn des Freundes lagerte, ſein Auge blickte


