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aber Sie ſelber ſchlagen es ja an die große Glocke. Kein Wunder, daß man Sie damit aufzieht. Es gibt derartige Verhältniſſe genug in Montreux und am Gen⸗ ferſee, in welchem manche verſchwiegene Villa ſich ſpie⸗ gelt, aber mit ſolcher Nanchalance, das muß ich ſagen, brüskirt nicht bald Jemand die Geſellſchaft, wie Sie.“
Gerhard fühlte den Zorn ſeine Adern ſchwellen, nur mit Mühe hielt er an ſich und beherrſchte er ſeine Stimme ſo weit, daß ſie ruhig und kalt klang.
„Sie ſind im Irrthum“, ſagte er, dem Grafen feſt ins Auge blickend.„Es handelt ſich hier um eine vollkommen legitime Verbindung, die das Auge der Welt nicht zu ſcheuen hat.“
„Sie wollen ſie doch nicht wirklich heirathen?“ fragte der Graf haſtig.„Das kann unmöglich Ihre Ab⸗ ſicht ſein.“
„Und warum nicht, wenn ich fragen darf?“ gab Gerhard, ſich ſtolz aufrichtend, zurück.
Ganz aus der Haltung gebracht vor Erſtaunen, ſtarrte Graf Hilmersdorf den Sprecher an, es brauchte eine gute Weile, bis er ſich faßte, dann aber wechſelte urplötzlich ſein Benehmen. Mit übergroßer Höflichkeit, aus welcher Gerhard die Ironie herausfühlte, obwohl kein Zug, kein Ton ſie verrieth, verbeugte er ſich und ſagte eiſigkalt:„Ich gratulire“, worauf er ſich entfernte.


