Teil eines Werkes 
3. Bd. (1871)
Entstehung
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Mädchen wäre, ſo wollte ich keinen Mann, der mir nicht alle Tage Champagner zu trinken gäbe.

Scheint Ihnen die Liebe nicht ſüß und aufregend genug? konnte ſich Gerhard nicht enthalten, ſpöttiſch hinzuwerfen.Sollen die Schaumperlen das Glück erſt vollkommen machen?

Ach Gott, die Liebe! Gerhard wußte nicht, wie er den Ausruf deuten ſollte, aber Madame fuhr, die Augen treuherzig aufſchlagend, fort:Habe ich nicht Monſieur de Granier geheirathet, den ich vergöttere, ob⸗ wohl ihm ſeine Mittel nicht erlauben, mir mein Lieb⸗ lingsgetränk täglich zu gönnen? Hélas! Wenn ich bei ihm bin, verlange ich nicht danach. Nur um das Gefühl der Trennung und den Todesſchmerz in der Bruſt zu betäuben, trinke ich Champagner. Die Kohlenſäure ſoll zudem für meinen Zuſtand ſehr zu⸗ träglich ſein. Sie ſind grauſam, daß Sie mich daran erinnern.

An Ihren Gatten oder an den Tod?

Böſewicht! Madame wandte ſich ſcheinbar zür⸗ nend ab.Ihr Männer habt kein Gefühl. Gehe nachſehen, ſagte ſie in nicht beſonders ergebenem Tone zur Tante,wo Adrienne bleibt.

Die alte Dame erhob ſich unverzüglich, ſodaß Gerhard im Stillen ſeine Bemerkung über eine ſo