76 Er war Holzhauer geworden, hatte des Alten Tochter geheirathet, ſelbſt Kinder erhalten und mit großem Elend und unſaglicher Noth gekämpft. Sein Schwieger⸗ vater forderte hundert Rückſichten von ihm, ſein Weib vergällte ihm das Leben und überhäufte ihn mit Spott, wenn er von ſeiner glänzenden Vergangenheit träumte, ſeine Kinder bereiteten ihm Kummer und ſein Körper wie ſein Geiſt ſank immer mehr zuſammen unter der unerträglichen Laſt ſeines Daſeins. Er war einſam in mitten ſeiner Familie.“
Der Erzähler ſetzte diesmal von ſelbſt aus und es ſprach Niemand. Der Ton der letzten Sätze war ſo ernſt geworden, daß ein ſchwerer Nachdruck auf dem Geſagten lag, und ein Jeder mochte merken, daß ſich hinter dem Märchen noch ein tieferer Gedanke barg. Erſt nach einer Weile ſchloß Mr. Lesley ſeine Ge⸗ ſchichte.
„Eines Tages hielt der Erdrückte all die Anſtren⸗ gung, das Elend, den Seelenſchmerz, das Verhältniß zu ſeinem Weibe und was da noch zuſammenkam, nicht mehr aus; er ging an das Ufer des Euphrat und ſtürzte ſich in der Abſicht, ſeinem Leben ein Ende zu machen, gerade an derſelben Stelle hinein, wo er vor ſieben Jahren aus des Stromes haſtiger Flut aufge⸗ taucht war.


