Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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er war ein jähzorniger Mann und rauchte den Tſchi⸗ buk des Zweifels, um zur Aſche der Gewißheit zu ge⸗ langen. Eines Tages berief er einen großen Divan ein. Alle Weiſen und Gelehrten waren da erſchienen und es wurden Stellen des Koran beſprochen, welche der Sultan für unwahrſcheinlich erklärte. Vor allem jene Erzählung von der Himmelfahrt des Propheten, worüber berichtet wird, daß Allah den Propheten be⸗ rief, als dieſer eben im Begriffe war, ſich eine Taſſe vollzuſchenken, und ihm ſieben Himmel, die Hölle, das Paradies zeigte, überdies aber die ganz anſehnliche Zahl von neunzigtauſend Anreden hielt. Bei ſeiner Rückkehr ſoll nun der Prophet nicht nur ſein Lager noch warm, ſondern auch die Taſſe noch nicht über⸗ füllt, die Kanne nicht geleert gefunden haben, ſodaß ihm noch Zeit blieb, dieſe zurückzuhalten.

Hören Sie, das iſt aufgeſchnitten, fiel hier Graf Hilmersdorf ein.

Das ſagte der Sultan auch; Sie ſehen, daß Sie mit Ihrer Meinung nicht allein daſtehen als zweifeln⸗ der Giaur. Auch der rechtgläubige Sultan behauptete, die Angaben des Koran ſeien unbegreiflich. Eine Taſſe werde ſo raſch voll, daß es überhaupt ſchwer ſei, die Kanne zurückzuhalten, ehe jene gefüllt ſei, geſchweige denn erſt in ſolch winzigem Zeitraum die ſieben Himmel,