Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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obſtinate Feſtſitzen an einem Orte? Ich verſtehe noch eher den dummen Spießbürger, dem der Wind das Dach davongeblaſen hat, den alle ſeine Mitbürger über die Achſel anſehen, daß er in dumpfem Trotze ſitzen bleibt, wo er ſitzt, und ſich dabei im Stillen das Herz abgrämt, daß er zuerſt Spott, dann Katzenmuſiken, zuletzt vielleicht ſogar Prügel und Proceſſe hinnehmen muß, ohne etwas dagegen thun zu können Alles nur darum, weil er vielleicht ſein Haus blau bemalte, den Dachſtuhl nicht in gebräuchlicher Art aufſetzte oder ſich dabei überraſchen ließ, wie er der Nachbarin einen zärtlichen Kuß gab. Wenn der in ſeiner Beſchränkt⸗ heit ſich feſtgewachſen meint und außerhalb der Stadt⸗ mauern den Athem zu verlieren fürchtet und darum lieber in ſtumpfſinniger Duldung ausharrt, bis die andern Beſtien müde geworden ſind oder endlich Mit⸗ leid mit ihrem Opfer fühlen, wofür er ihnen dann noch in dankbarem Jubel um den Hals fällt und von Vergeltung, muthiger Ausdauer, Charakterfeſtigkeit, Läuterung, Durchdringen und dergleichen faſelt das kann ich, wie geſagt, faſſen. Es ſoll ja Beiſpiele ge⸗ geben haben, daß dumme Hunde auf dem Grabe ihres Herrn verhungerten, indeß um die nächſte Ecke ein Wurſtladen ſtand, was die geſchmeichelte Menſchheit Treue nannte. Aber daß ein Menſch wie Du aus