Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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irre machen. Ich finde ihn ſehr anſtändig, wie ſein eigener Ausdruck lautet.

Nun gut, aber mir iſt er nicht ſehr angenehm und nun ſoll ich ihn zum läſtigen Nachbar haben.

Aha! höhnte Streicher,da verräth ſich der Egoiſt wieder einmal, der meint, Alles müſſe ſich nach ihm richten. Soll ich etwa ſchlafloſe Nächte zubringen, damit Du keinen unangenehmen Nachbar haſt?

Nein, verſetzte Gerhard ruhig,aber es thut mir leid, Dich nicht hier zu haben, um mit Dir hin und wieder ein paar Worte zu plaudern. Wozu haben wir uns denn hier ein Stelldichein gegeben, wenn wir uns doch nicht nach Herzensluſt ſehen und ſprechen können?

Lächerlich! Als wenn Dir darum ſo ſehr zu thun wäre! Wer weicht dem andern in letzter Zeit aus?

Du biſt immer ſo kurz angebunden, ſo ſchlechter Laune.

O ich bitte, faſſe Dich kurz und gib Dir keine Mühe mit Anklagen, die Dich rein waſchen ſollen. Ich weiß recht gut, woran ich mich zu halten habe. Seit⸗ dem Du Beſuche auf der Höhe machſt, biſt Du ſehr zurückhaltend geworden und verleugneſt Deine alten Freunde. Man erfährt dergleichen, wenn auch D ſelb er ſchweigſt.

Du wollteſt mich ja nicht anhören.

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