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Nicht nur die ungewöhnlich eleganten Toiletten, auch⸗ die Schönheit der beiden Geſtalten mußte Jedermanns Aufmerkſamkeit erregen. Vollkommen von gleicher Größe, ſchienen beide Schweſtern zu ſein. Die Aeltere, etwa in der Mitte der Zwanzig, trug ihre volle üppige Geſtalt mit viel Aplomb, ſie hatte herriſche, beinahe zu gewagte Bewegungen, zu denen ihr rundes ſtolzes Antlitz ſehr gut ſtimmte. Ein paar dunkle, herausfor⸗ dernde Augen ſchoſſen Flammenblicke nach allen Seiten. Sie trug ein bizarres Kleid von ſchwarzem und karmoi⸗ ſinthem Seidenzeug, einen winzigen Strohhut, der vor⸗ trefflich zu dem ſchwarzen aufgethürmten Haar paßte, und führte ein wunderhübſches Knäblein von etwa fünf Jahren an der Hand, das in einen ruſſiſchen Phan⸗ taſieanzug von den gleichen Farben gekleidet war. Ihre vielleicht neunzehnjährige Begleiterin ſah ihr in gewiſſen Zügen ähnlich, auch das Haar war ſchwarz, doch trug ſie es nur in einem Knoten aufgeſchlungen und mit den tiefnächtig glänzenden Enden rückwärts weit über das grüntaffetne Kleid herabwallend, das die ungemein ſchlanke Taille umſchloß. Das Mädchen hatte ein weit zurückhaltenderes, beinahe ſchüchternes Be⸗ nehmen, auch das reizende Oval ihres ſanft gerötheten Geſichts gemahnte an eine erſchreckte Suſanne, wenn man ihre Schweſter einer Judith oder Delila verglei⸗


