Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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Gerhard mit ſchelmiſchem, doch auch elegiſchem Lächeln. Sie mußte eben ſie hat keine Zähne mehr.

Keine Zähne! Emilie keine Zähne? Sie waren doch ihr größter Schatz!

Laß, laß dieſen Schatz, Freund! Es iſt wie mit allen Schätzen und Schätzchen, die mit der Zeit kamen und gingen, erwähnen wir ihrer nicht mehr. Man wird alt.

Streicher machte wieder einen plötzlichen Ruck, als wolle er ſeine ſchmale Bruſt hervordrängen und ſeinen Kopf noch um einen halben Fuß emporſchne llen.

Alt wird, wer an der Scholle anwächſt, die einſt auf ſein Grab gewälzt werden ſoll, rief er, mit Emphaſe ſeinen Bart ſtreichend.Jung bleibt, wer die Eindrücke ſich friſch erhält und durch raſchen Wechſel vor dem Erblaſſen bewahrt. Was ſind Jahre?

Ich erlaſſe Dir großmüthig die geiſtreiche Auseinanderſetzung, fiel Gerhard hier ins Wort. Was Jahre ſind, brauche ich nicht erſt zu wiſſen, fange ich doch ſchon an, ſie zu fühlen. Die unzweifel⸗ hafteſte ihrer Eigenſchaften iſt die erſchreckliche Kürze, die in einer geometriſchen Progreſſion zuzunehmen ſcheint.

Ob ich's nicht ſage, die Hypochondrie ent⸗