Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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nenbaum Trägheit ausſchwitzt und jede Buche zu un⸗ thätigem Hindämmern einladet. Die Heimat hat's dem deutſchen Jüngling angethan! Was bliebſt Du nicht hinter dem Kachelofen ſitzen? Hätteſt fein ehrſam noch⸗ mals auf die Brautſchau gehen ſollen nicht weit her eine ehrliche Blankenburgerin. Wärſt ein treff⸗ licher Hausvater geworden. Die wilden muſikaliſchen Träume, die weltenſtürmenden Compoſitionen könnteſt Du in Wiegenlieder transponiren, und beim entzücken⸗ den Geſchrei Deines durſtigen Erſtgeborenen käme Dir ſicherlich Anregung zur dankenswerthen Förderung des Schul⸗ und Kirchenliedes.

Drolliger Menſch! verſetzte Gerhard lächelnd. Hätte ich daheim bleiben wollen, ich wäre nicht hier. Mein Haus iſt vermiethet und ich hielt mich nur etwa vierzehn Tage in Blankenburg auf. Daß mir unſer liebes Thüringen recht ſehr gefiel, in der That recht ſehr, und daß ich recht lebhaft der vergangenen Tage gedenken mußte, ich leugne es gar nicht.

Und wohl auch der ſchönen Emilie?

Ach laß die, Freund! Ich wollte, ich hätte ſie nicht wieder geſprochen.

Wieder geſprochen! Stößt ſie noch mit der Zunge an die Zähne? Ihr einziger Fehler.

Auch den hat ſie ſich abgewöhnt, ſeufzte