Teil eines Werkes 
1. Bd. (1876)
Entstehung
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lich der nichtswürdigſte Eigennutz, der mich heute zu Dir führt.

Thut nichts, thut nichts, Kind; mach's nur ohne alle Einleitung. Wenn man erſt erzählen wollte, wie man den Finger verbrannt hat, käme die Baumwolle zu ſpät. Und wie um ihm das Reden zu erleichtern, griff ſie nach ihrem Arbeitskörbchen und that, als habe ſie darin gar emſig etwas zu ſuchen. Es war wunderbar, wie ihm das zu Hülfe kam.

Vorerſt eine Frage, begann er.Ihr hattet ja, ſoviel ich weiß, jenſeits der Küche immer ein freies Zimmer. Da lagen meiſt ſchöne Birnen im Stroh oder Nüſſe auf dem Geſtelle.

Das Zimmer? Ja, das haben wir noch. Aber die Zeiten werden immer theurer, wir konnten's nicht mehr leer ſtehen laſſen und haben es zum Bewohnen eingerichtet. Vor drei Tagen iſt der Miethsmann fort⸗ gezogen, ich mag aber keinen Zettel ans Thor ſchlagen, das zieht ſo allerlei Leute her.

Prächtig! Das fügt ſich ja vortrefflich, fiel Ul⸗ rich ein.Ich zauderte ſchon, Dir den Vorſchlag zu machen, nun iſt's ja aber auch Euer Vortheil.

So weißt Du alſo einen Miethsmann?

Mich ſelber.

Du willſt doch nicht von den Eltern weg?

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