—
andere Hälfte, ich wollte Dir Sprünge machen— Sprünge— wie die kleine Anna dort. Aber der⸗ gleichen iſt nichts für der Kinder Ohren. Adieu, Ul⸗ rich, Adieu!“
Das Lachen des alten Mannes hallte noch unter dem Thorbogen wieder, bis wohin die Pflegeeltern Ul⸗ rich begleitet hatten, als dieſer die Thür hinter ſich ſchloß; im nächſten Augenblicke ſah er auch ſchon die Mutter an ihrem Lugaus auftauchen. Er grüßte noch einmal freundlich von jenſeits der Straße und bog dann nach einigen Schritten in das nächſte Seiten⸗ gäßchen ein.
Im Vorübergehen wollte er bei den Muhmen ein— ſprechen, hatte er geſagt und war damit der Wahr⸗ heit nur zur Hälfte getreu geblieben. Das Beſte wäre geweſen, er hätte dieſes Beſuchs gar nicht Erwähnung gethan, aber es war ihm ſo unverſehens über die Lippen gekommen, weil er im Geiſte ſchon damit be⸗ ſchäftigt geweſen; denn eigentlich ging er vor allem und nur deshalb aus, das alte Schweſternpaar aufzu⸗ ſuchen. Die Muhmen Löhnemann ſtanden in irgend⸗ einem verwandtſchaftlichen Verhältniſſe zu ſeiner Pflege⸗ mutter und kamen nicht ſehr oft mit dieſer zuſammen, aber Ulrich war von Kindheit auf, ſo oft er in die Stadt mitgenommen wurde, und ſpäter während ſeiner


