men?“ inquirirte ſie weiter.„Nur was in der Ordnung iſt! Aber hat er Dir denn gar nichts ge⸗ ſchenkt?“
„Geſchenkt?“ erwiderte Ulrich verwundert.„Wie käme er dazu?“
„Nun, ich meine nur ſo. Er hat's ja in früherer Zeit öfter gethan. Aber er wird wohl immer knau⸗ ſeriger mit den Jahren. So eine ſchöne Uhr oder ein goldeingelegtes Gewehr hätte er Dir doch geben können, oder ein Pferd zum Spazierenreiten.“
„Mutter, Mutter, welche kühne Phantaſien!“ lachte Ulrich auf.„Ich hätte das Pferd wohl in mein Ate⸗ lier einſtellen und etwa mit recht ſaftigem Grasgrün füttern ſollen?“
„Dafür würde ſich ſchon Rath finden. Der junge Herr Baron hat gewiß ein Pferd oder mehrere. Aber natürlich, der ſoll ja Alles bekommen, Dreibuchen und das Vermögen. Ihm wird die Tafel nur ſo gedeckt, während andere—“ Sie unterbrach plötzlich ihren Redeſtrom, der eben noch in ein recht hübſches breites Bett geleitet ſchien, und mit ängſtlicher Haſt flüſterte ſie Ulrich zu, nichts zu verrathen.„Du darfſt dem Alten nichts merken laſſen von dem, was ich geſagt. Um Gotteswillen ſchweige, ſonſt geht's über mich her!— Guten Abend, Alter!“ rief ſie dann mit der


