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Es bedurfte aller Mühe von ſeiten Flandron's und Joſeſ's, den alten Herrn zum Einnehmen der ver⸗ ordneten Medicinen zu bewegen, von ſeinem Neffen aber wollte er nichts hören. Schon die Mittheilung, daß derſelbe ſich nach ſeinem Zuſtande erkundigt habe, verſetzte ihn außer ſich.
„Er kann es nicht erwarten, bis Dreibuchen ſein iſt und er hier ſeinen Einzug hält mit ſeiner— eben⸗ bürtigen Gemahlin“, rief er höhniſch.„Aber wir wol⸗ len ſehen, wollen ſehen!“ ſetzte er unzähligemal wieder⸗ holend hinzu. Er hätte ſich geweigert, Gundaker zu ſehen, auch wenn dieſer Zutritt in der Krankenſtube verlangt hätte, er müßte dies denn als Reumüthiger gethan und mit einem Widerrufe begonnen haben. Das war unmöglich und ſo blieb er denn fern. Dagegen empfing der Baron trotz ſeiner Verſtimmung Ulrich noch immer mit einem warmen Anfluge ſeines väter⸗ lichen Wohlwollens. Bei einem kranken Mann ſei's ein ſchlechter Spaß, meinte er, er könne es der Jugend nicht verdenken, wenn ſie das Spital verlaſſe.
„Geh', geh'! Ich halte Dich nicht auf. Wenn ich wohl bin, komm' wieder ¹“ ſagte er, indem er den jun⸗ gen Mann duzte wie einſtmals als Kind.
Ulrich fühlte ſich gerührt und war nahe daran,
zu bleiben, Alles zu bekennen und um Verzeihung Byr, Larven. I. 14
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