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Unbetheiligtſein an der Flucht den Verwandten des Mädchens jede Waffe aus der Hand. Immerhin war es ja möglich, daß ſie ſich im erſten Zornanfall von der Hitze zu einer Verfolgung des Entführers hinreißen ließen, was am Ende gar eine Freiheitsſtrafe und da⸗ mit eine Verzögerung der Trauung für Gundaker zur Folge haben konnte. Dem mußte vorgebeugt werden und ſo fiel von ſelbſt das Arrangement in Ulrich's Hand.
Während ſein Freund alſo am nächſten Tage ru⸗ hig in Dreibuchen verblieb, beurlaubte er ſich ſelbſt bei ſeinem Gönner, den er im Bette fand, leidend, reizbar, übellaunig und wenig zum Sprechen geneigt, ſelbſt wenn der am Morgen aus Hartberg herübergeholte Arzt dem Kranken nicht Schweigen und möglichſte Schonung empfohlen hätte. Freilich war damit der Zuſtand des Barons nicht gebeſſert. Jeden Aerger, jede Gemüthsbewegung thunlichſt zu vermeiden, hatte der Doctor gerathen. Als ob das von ihm abhänge, hatte der mürriſche Patient darauf gemeint, da ſolle er die Urſache bei Andern aufſuchen; es ſei mit den Aerzten überhaupt nichts, eine durchlöcherte Lunge ganz machen könnten ſie alle miteinander nicht, und daß ein ſolches Loch nicht in der Ordnung ſei, wiſſe er ſelber auch, dazu brauche er keine gelehrte Facultät.


