Teil eines Werkes 
1. Bd. (1876)
Entstehung
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der Rückkehr von Kreuznach, die ſofort Anordnungen nöthig machen könnten.

Ach, Sie wiſſen gar nicht, lieber Baron Werden⸗ berg, in Ihrer glücklichen ſelbſtſtändigen Landeinſamkeit, welch ein geplagter Menſch ſo ein beneideter und ver⸗ leumdeter herzoglicher Hofmarſchall iſt, lachte die Gräfin mit einem neckenden Seitenblick aus ihren ſchö⸗ nen Augen nach dem Reiter.Wir wären total ver⸗ nachläſſigt, wenn der Vetter nicht glücklicherweiſe ſehr gewiſſenhaft ſeinen Vormundſchaftspflichten nachkäme. Er läßt, wie Sie ſehen, Lilly thatſächlich nicht aus den Augen, ſetzte ſie dann ernſter und faſt mit ein wenig Bitterkeit hinzu, und ihre großen Augen verloren den muntern Ausdruck, als ſie dem Hofmarſchall folg⸗ ten, der ſeinen großen Rappen mit ſicherer Hand wen⸗ dete und in leicht ausgeführtem Seitengange auf die zweite Reiterin zutreten ließ, deren jugendlich zarte Geſtalt ein wenig ſchüchtern auf dem unruhigen muthi⸗ gen kleinen Braunen ſaß, deſſen Stampfen und Schar⸗ ren bald in ein unfolgſames Zurücktreten und Heben der Vorhand ausartete, dem die zaghaften Verſuche keinen Einhalt zu thun vermochten.

Laß ihn die Gerte fühlen, Lilly, die Gerte! Und lockerer die Zügel, mahnte der Hofmarſchall dringend, indem er ſelbſt ſein Pferd einen Satz vorwärts thun