ſten Treppenſtufe unmittelbar neben dem edlen Pferde der Gräfin ſtand und leiſe ordnend mit der langen goldrothen Mähne deſſelben ſpielte.„Es ſcheint, daß Excellenz mir nicht einmal dieſen Beſuch gönnen, wie Sie mir Ihre eigene Gegenwart entziehen, nachdem ich einen Augenblick gehofft, auch die Frau Gräfin an mei⸗ nem Junggeſellentiſche bewirthen zu dürfen. Schlechte Nachbarſchaft, Excellenz, Eiferſucht und Neid! Schlechte Nachbarſchaft!“
Der hohle Ton, in dem die derb ſcherzhaften Worte vorgebracht worden waren, erſtickte in einem kurzen kollernden Huſten.
„Ein andermal, ein andermal! Wir haben es gut, lieber Freund!“ meinte der andere, indem er den ſchö— nen ausdrucksvollen Kopf ein wenig zur Seite warf, als ſuche er damit einen beengenden Druck der Cra⸗ vatte zu beſeitigen.„Für heute war es ſchon mit dem Abholen abgemacht, nur hatte ich allerdings keine Idee, daß mir die angenehme Geſellſchaft meiner ver⸗ ehrungswürdigen Couſine und Irenens auf dem Nach⸗ hauſeritt zu Theil werden würde.“— Er verbeugte ſich dabei leicht und galant gegen die Gräfin.„Zurück muß ich bei Zeiten, da es ſehr möglich iſt, daß im Laufe des heutigen Nachmittags Nachrichten von Se⸗ reniſſimus eintreffen über den beabſichtigten Zeitpunkt
1 4 4 3
* ——
—
5
—


