Zweites Kapitel.
Das Herrenhaus zu Dreibuchen ſtand an dem großen Platze, an welchem wie im Scheitel eines rech— ten Winkels die beiden Gaſſen zuſammenliefen, aus denen das unſcheinbare Oertchen beſtand. Schloß nannten die Einwohner deſſelben in altgewohnter Ehr⸗ erbietung gegen die ehemalige Grund- und Gerichts⸗ herrſchaft das graue Gebäude, das mit ſeinen zwei Oberſtockwerken und dem an der nördlichen Giebelſeite angebauten unförmlich abgeſtutzten Thurme die andern Häuſer des Dorfes weit überragte und durch die wei⸗
ten ausgebauchten Eiſengitter an den Fenſtern des.
Erdgeſchoſſes das Ausſehen abgeſchloſſener Feſtigkeit und ſtädtiſcher Vornehmheit erhielt, wenn es auch ſonſt durch ſeine ſchlichte Bauart der anſpruchsvollen Be⸗ zeichnung nicht ganz entſprach.
benu ginn Rech


