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vierzehntägiger unſaglicher Anſtrengung an das erſehnte Ziel.
Es war das Ziel ſeines Lebens! Die fürchterliche Reiſe hatte den zarten Körper des Gelehrten, das Ent⸗ ſetzliche, was er geſehen und erlebt hatte, ſein weiches Herz aufs äußerſte angegriffen.
Kaum angekommen verſuchte er alle Schritte zu thun, die es ihm möglich machen ſollten, ſeine ge— rechten Anſprüche durchzuſetzen, aber dieſe vergeblichen Bemühungen brachten ihn um den letzten Reſt ſeiner Kräfte.
Mitten unter ſtockfremden Menſchen, mitten in den berüchtigten Unruhen des tumultuariſchen regensburger Fürſtentags überfiel ihn ein Typhusfieber, das ihm als⸗ bald das Bewußtſein raubte. Aber wie an den Oel⸗ berg die Engel kamen, um den mit der Todesangſt rin⸗ genden Erlöſer zu ſtärken, ſo kamen an das Bett des einſam ſterbenden Mannes, der ſein Leben lang Gott in ſeinen Werken geſucht hatte, die Fieberträume in lichten Engelsgeſtalten und wehten Frieden, den Frieden, der höher iſt als alle menſchliche Vernunft, um die Stirn unter deren edler Wölbung ſo erhabene Gedanken ihre Seraphsflügel gebreitet hatten. Johannes Kepler ſtarb am 15. November 1630 inmitten der Schrecken des dreißig⸗ jährigen Kriegs, fern von ſeinem Weibe, ſeinen Kin⸗


