Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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und wahrlich, ſie thaten ihm noth bei dem, was er ſehen ſollte und was keine Feder der Wahrheit getreu beſchreiben, keine Phantaſie in ſeiner ganzen Schrecklichkeit ſich ausmalen kann. Durch Feuer zerſtörte Dörfer faßten auf beiden Seiten die Wege ein, auf denen ſein kräf⸗ tiges Roß dahinſchritt; Herd und Schornſtein waren gewöhnlich das Einzige, was als trübſeliger Reſt von dem übrig geblieben, was einſt die Wohnung einer fried⸗ lichen Familie geweſen; nirgends fand ſich ein freund liches Obdach für den ermatteten Reiſenden, der, ſein Pferd auf einem halbzerſtampften Felde anpflöckend, in ſeinen Mantel gewickelt, hinter brandgeſchwärzten Mauern eine Zuflucht gegen die Nacht ſuchte. Schaaren von zer⸗ lumpten Kindern, ganze Familien, die ſich ihr Brod zu erbetteln verſuchten, begegneten ihm in der Nähe derje⸗ nigen Orte, die noch nicht vollſtändig vom Feuer zer ſtört waren. Es war eine furchtbare Reiſe, und doch fand an jeder noch erhaltenen Hütte Kepler, wenn er an⸗ klopfte, mitleidige Aufnahme, und mehr als eine Fami⸗ lienmutter theilte ihren letzten Brodreſt mit dem bleichen Reiſenden, der ſo ſanft und ſo traurig ausſah.

Mit Sorgfalt alle Orte vermeidend, von denen man ihm ſagte, daß ſie von Truppen beſetzt ſeien, und lieber in der düſterſten Brandſtätte als in der Nähe der wilden Soldaten nächtigend, gelangte er endlich nach