Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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er, vor dem ganz Deutſchland bebte, konnte dem ſchlich⸗ ten Mann nichts antworten; zahlen wollte er noch we⸗ niger, denn gerade in jener Zeit war ſeine Stellung zu ſeinem Kaiſer, dem er die größten Dienſte geleiſtet, eine geſpannte. Die katholiſchen Reichsfürſten Deutſchlands, deren Länder ſeine Truppen auf ſeinen Befehl ebenſo ausgeſogen und gebrandſchatzt hatten wie die proteſtan⸗ tiſchen, beſonders der eben zum Kurfürſten erhobene Herzog von Baiern, hatten ſchwere Klage beim Kaiſer geführt und von ihm mit großem Ernſt gefordert, den Fürchterlichen, deſſen Schwert wie eine Gottesgeißel über allen deutſchen Ländern hing, ſeiner ſchwer gemiß⸗ brauchten Macht zu entkleiden.

In dieſer Noth rief Ferdinand II. einen Fürſtentag in Regensburg zuſammen, und Wallenſtein ſollte ge⸗ halten ſein, ſich vor demſelben zu verantworten.

Es war ein Entſchluß, wie ihn nur Kepler's kühnes Herz faſſen konnte, daß er zu dieſem Reichstag reiſen und vor Kaiſer und Reich die Eintreibung ſeiner Schuld zu fördern ſuchen wollte, und was er als Recht, als ſeine Pflicht und für das Beſte ſeiner Familie noth⸗ wendig erkannt hatte, das führte er aus, obgleich man faſt ſagen könnte, daß eine Welt von Hinderniſſen ſich dieſer Reiſe entgegenſtemmte.

Suſanne wußte nur zu wohl, daß keine Bitten,