Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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der allgemeinen Noth den Wiedervereinigten einige Wo⸗

chen heitern Glücks. Sie verfloſſen nur zu ſchnell, und

Bartſch, in Straßburg an ſein Amt gebunden, mußte mit ſeinem ſchönen Weibe endlich die keineswegs unge⸗

fährliche Rückreiſe antreten. Kepler überwand den Schmerz dieſes Abſchieds mit der Kraft ſeines gottergebenen Heldenmuths und tröſtete ſeine Kinder mit der Hoff

nung des Wiederſehens und künftigen Zuſammenlebens in Straßburg, wohin Kepler ſeinen Wohnſitz verlegen wollte, ſobald er von dem, was der Kaiſer ihm ſchul⸗ dete, wenigſtens ſo viel gezahlt erhalten würde, um mit ſeiner jetzt ſo klein gewordenen Familie einigermaßen leben zu können. Der Univerſitätsaufenthalt ſeines Soh⸗ nes Ludwig war bald beendet; Bernecker hatte bei der Beſtreitung der Koſten deſſelben wacker geholfen, wo das kleine Vermögen, das aus Barbara's Nachlaß für ihre Kinder zweiter Ehe übrig geblieben und bei Margarethe Binder und ihrem Gatten deponirt war, nicht hatte aus reichen wollen, und Kepler konnte ſich mit freudigem Herzen ſagen, daß ſein einziger Sohn ihm nur Freude gemacht habe.

Wallenſtein, nachdem er noch mehr als einen Ver⸗ ſuch gemacht hatte, ſeinen gelehrten Secretarius und Translateur zu bewegen, ſeinen aſtrologiſchen Grillen dienſtbar zu werden, gab dieſen Gedanken endlich auf,