Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Kepler'ſchen Geſetzes bis zu unſern Tagen zu den Grund⸗ ſteinen aller menſchlichen Erkenntniß der erhabenen Wiſ⸗ ſenſchaft der Aſtronomie gehört. Kepler's Vorſtellung von der Harmonie des Weltalls ließ ihn auch einen Zuſam⸗ menhang ahnen zwiſchen den Umlaufszeiten der Planeten und ihren Entfernungen von der Sonne, und ſein uner⸗ müdlicher Forſchergeiſt entdeckte, daß die Quadrate der Umlaufszeiten ſich wie die Würfel ihrer mittlern Ent⸗ fernung verhalten. Kepler eignete dieſe Schrift dem König Jakob I. von England zu, mit dem Wunſche, daß in ihm die Harmonie der Kirche zuſammenfließen möge. In einer zweiten Schrift:Epitome astronomiae Co- pernicanae, legt er ſeine Gedanken über die Firſterne nieder, die er alle für Sonnen, mit eigenen Planetenſy⸗ ſtemen umgeben, hält, und meint, daß unſere Planeten⸗ welt ſich in der Nähe der Milchſtraße befinde. Das Licht, ſagt er dort, fließt nicht aus der Sonne und den Sternen, ſondern entſteht durch deren Umwälzung, denn Kepler ſchloß aus Gründen der Phyſik ſchon auf die Umwälzung der Sonne, ehe Galilei noch mit ſeinem verbeſſerten Fernrohre die Sonnenflecken entdeckt hatte, durch deren regelmäßiges Kommen und Verſchwinden er ſich und Andere überzeugte, daß die Sonne ſich um ihre Achſe drehe. Auch lehrte Kepler in dieſem Buche ſchon, daß die Erde keine vollkommene Kugelgeſtalt habe, und