Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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chen Mannes. Mag Prinz Matthias den Thron Böh⸗ mens und die deutſche Kaiſerkrone beanſpruchen und empfangen; er hat wohl ein gutes Recht dazu, und unſer junger Erzherzog behält als Nachfolger des Kaiſers Mat⸗ thias ebenſo große Ausſichten, wie er ſie jetzt als Ru⸗ dolf's Nachfolger hat.“

Johannes Fickler hatte, hinter dem Lehnſtuhle des Kaiſers ſtehend, ihm mit zitternden Händen den Bei⸗ ſtand geleiſtet, welchen ſein Zuſtand unbedingt zu erfor⸗ dern ſchien. Als jetzt aber Alles in dem Saale des Hradſchin, wo die Drei beiſammen waren, in Schwei⸗ gen verſank, das nur von dem Stöhnen des Kaiſers und ſeinen keuchenden Athemzügen unterbrochen wurde, hörte man von außerhalb das wilde Gebrüll eines dort verſammelten Volkshaufens, und mit erſchrockener Ge⸗ berde machte Cyſetus ſeinen Gefährten auf den Ein⸗ tritt eines Mannes aufmerkſam, der bis dahin offenbar nicht zugegen geweſen.

Es war der Cardinal Adam von Dietrichſtein, erſter Miniſter und treueſter Diener Kaiſer Rudolf's, auf deſſen Ehre und Rechtſchaffenheit kein Schatten eines Vorwurfs ruhte.

„Um Gotteswillen, meine Herren“, ſagte der Mini⸗ ſter,„was iſt mit Sr. Majeſtät vorgefallen? Nie war des Kaiſers Geſundheit und Kraft für ſein eigenes Wohl