Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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liehenen Kronen zu berauben, die Forderungen meiner proteſtantiſchen Unterthanen wegen Beſtätigung des Ma⸗ jeſtätsbriefes zu unterſtützen und durch Verrath an ihrem Gott und ihrem Kaiſer untereinander zum Frieden zu kommen.

O, und das kann Ferdinand thun, den ich geliebt wie ein Vater ſein Kind! Das könnte Gott zulaſſen, deſſen rechter Arm ich war in meinen Landen!

Pfui, pfui über die Welt, Fluch dem Glauben, der mich verräth! Fluch der Liebe, die ſich mir ent⸗ zogen! Fluch dem Vertrauen, das mich betrog und belog!

Der Kaiſer war bei dieſen letzten, in wilder Wuth geſprochenen Worten von ſeinem Stuhle aufgeſprungen und leidenſchaftlich im Zimmer auf und ab gegangen, die Hände bald zum Himmel emporhebend, bald vor ſich her ringend. Sein ganzes Gebahren war von der Art, daß der immer noch im Zimmer ſtehende Kammerdiener ſich von Furcht und Entſetzen ergriffen fühlte.

Nach einer Weile ſchien die wilde Aufregung des Kaiſers ſich zu legen.

Der Kammerdiener hatte ſich leiſe hinweggeſchlichen, um nicht fernerhin Zeuge von Scenen zu ſein, deren Kenntniß dem einfachen Diener hätte Schaden bringen können, doch ein neues Pfeifen ſeines Herrn rief ihn in deſſen Nähe zurück.

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