Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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O mich liebt Keiner, Keiner! Nicht das Weib, das ich verehrend liebte, noch der Diener, den ich mit Wohl⸗ thaten überhäuft hatte, ſie alle, alle dieſe elenden Men⸗ ſchen ſind wie die Panther, Tiger und Hyänen meines Thiergartens, die die von ihren Wärtern ihnen ge⸗ reichte Nahrung alle Tage im Jahre freſſen, aber nicht nur dieſe Wärter, ſondern auch mich, ihren Herrn, in Stücke reißen würden, ſobald ſie einen von uns mit ihren greulichen Tatzen ergreifen und zu ſich ziehen könnten. O, es iſt fürchterlich, es iſt namenlos ſchrecklich, die einzige Menſchenſeele zu ſein unter den wilden Beſtien, Tigern Schlangen, Wölfen und Krokodilen, die dieſen erbärmlichen Erdball bewohnen.

Das Weſen des unglücklichen Kaiſers hatte etwas Wildes, Verwirrtes, und als er ſeine hellblauen Augen emporrichtete zu dem ſich langſam erhellenden Winter⸗ himmel, waren ſie von Thränen verglaſt, die, plötzlich fließend, wie Regentropfen auf die Marmorplatte des vor ihm ſtehenden Tiſches fielen.

Und ich bin der treueſte Sohn der Kirche, rief er dann mit heftiger Geberde,ich will und werde Deinen heiligen katholiſchen Glauben erhalten in meinen Landen! Wirſt auch Du mich betrügen, Gott und Herr, König der Könige? Ich will Dich herausfordern, Mann gegen Mann, obgleich ich, wenn auch der Kaiſer und rechtmäßige Be⸗