Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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aber gar nicht gelehrt ſind, zuerſt gezeigt, was eine Ellipſe iſt und wie man eine ſolche mit Leichtigkeit herſtellt, in⸗ dem man einen Faden von ziemlicher Länge mit den Enden an zwei Punkten feſtlegt und dann einen Stift mit demſelben ſo herumführt, daß der Faden beſtändig ſtraff erhalten wird, die beiden Punkte, welche den Faden halten, ihnen als die Brennpunkte bezeichnend, in deren einem die Sonne ſteht. Die Linie, welche der Stift zeichnet, iſt nun als die Planetenbahn anzuſehen und bildet eine Ellipſe. Dann aber zeichnete ich ihnen auch die radii vectores, von dem Punkte aus, der die Sonne bezeichnet, machte ſie darauf aufmerkſam, daß dieſe nicht wie beim Kreiſe ſtets gleich lang, ſondern von ſehr verſchiedener Länge ſeien, und erzählte von dem ſchönen Wunder, daß die Sonne ihre Begleiter gleichſam wie an einem Bande um ſich herumführe, ſo zwar, daß das Stückchen Bahn, das dieſelben zurücklegen, und der radius vector zu⸗ ſammen an jedem Tage im Jahre gleich lang ſeien, ſodaß alſo da, wo der Planet der Sonne am fernſten, das Stück der Bahn am kürzeſten, wo er ihr am nächſten, daſſelbe ſo viel länger als der radius vector kürzer ſei. Daraus erwies ich ihnen denn nun auch Euer zweites ſchöne Geſetz, daß die Dreiecke, welche bei der ellip⸗ tiſchen Bahnbewegung der Planeten aus der Bahn⸗ fläche derſelben ſo zu ſagen geſchnitten werden, wie ſehr