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mit Dir zanken, wunderlicher Menſch!“ ſagte die vor einem Augenblick noch ganz entrüſtete Hausfrau gerade, als Frau Apollonia Wellinger in das Familienzimmer ihres Pflegeſohnes trat, den kleinen Ludwig, den ſie auf Po⸗ lirenens Wunſch heute Morgen abgeholt hatte, um ihn der edlen Dame vorzuſtellen, ſeiner Mutter zurückbringend. „Nun, worüber wünſchten Sier eigentlich mit mei⸗ nem Sohne zu zanken?“ fragte die alte Frau mit der ganzen ihr natürlichen Freundlichkeit. Aber der harmloſe und wohlgemeinte Scherz war zur ungeeigneten Stunde über ihre Lippen geflohen. Barbara's Augen flammten und ſie blickte, aufs äußerſte erzürnt, auf das ſchlichte alte Weiblein, das ſich anmaßte, ihren Gatten„Mein Sohn!“ oder„Mein Johannes!“ zu nennen, während ſie doch wußte, daß daſſelbe an Stand und Verhältniſſen weit unter dem von adligen Aeltern geborenen Gelehrten ſtehen mußte. „Darum habt Ihr Euch wohl am allerwenigſten zu kümmern, Frau Apollonia Wellingerin“, ſagte ſie mit großer Schärfe und ſetzte dann mit ihrem ſtolzeſten Tone hinzu:„Wenn Ihr jetzt auch durch meines Eheherrn Vermittlung die Kammerfrau oder Schließerin einer vornehmen Dame ſeid, ſo berechtigt Euch das noch lange nicht, eine Edelfrau von meinemRange wie Eueres⸗ gleichen zu behandeln; die Verwandtſchaft zwiſchen Euch


