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er ſich der Dame, die er nur als ſeine erhabeue, groß— müthige Beſchützerin verehren wollte und durfte, und ging in ſein Haus zu ſeiner Gattin, der er die Nachricht von der Feſtſtellung und Verbeſſerung ſeiner Verhältniſſe mittheilte.
Frau Barbara Kepler empfing dieſelbe mit ſtolzer Freude, die indeß ſehr gemäßigt wurde durch die Nach⸗ richt, daß Kepler's Eintreten an Tycho's Platz ihm keines⸗ wegs deſſen Gehalt von fünftauſend Gulden, noch auch die ſtattliche Wohnung, die derſelbe inne gehabt, ſichere.
Sie ſchalt laut über des Kaiſers Knickerei und Un⸗ freundlichkeit gegen ihren gelehrten Gatten, und bevor noch Johannes es verſucht hatte, das häusliche Unwetter zu beſchwichtigen, wendete es ſich, wie das häufig zu ge— ſchehen pflegt, gegen ſein eigenes Haupt.
„Aber daran biſt Du ſelbſt ſchuld“, ſagte ſie ärger⸗ lich,„Niemand als Du ſelbſt! Wir können und werden niemals auf einen grünen Zweig kommen, denn Du würdeſt, wenn es einmal Gold regnete, den Hut nicht abnehmen, um es für die Deinen aufzufangen, weil es Dir unrecht und unſchicklich vorkäme, ihn mit der untern Seite nach oben zu wenden. Du haſt gewiß wieder dem kaiſerlichen Herrn nicht aus den Sternen weiſſagen wollen, welche große und geheimnißvolle Kunſt Du doch ſo viel
beſſer verſtehſt, als alle die andern Gelehrten an dieſem 2*


