Teil eines Werkes 
2. Theil (1815)
Entstehung
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Buͤrgers Gedichte.

Der Verdammniß ganz zum Raube Will ich ſeyn, wofern ich nicht

An das kleinſte Woͤrtchen glaube, Welches dieſer Engel ſpricht.

Und ein Engel ſonder gleichen, Wenn die Erde Engel hat, Iſt ſie! Weichen muß ihr, weichen, Was hier Gott erſchaffen hat! O ich weiß wohl, was ich ſage! Deutlich, wie mir See und Land Hoch um Mittag liegt zu Tage, So wird das von mir erkannt.

Ruͤmpften tauſend auch die Naſen:

Deine Sinne taͤuſchen dich! Große Liebe macht dich raſen! O ihr Tauſend ſeyd nicht Ich! Ich, ich weiß es, was ich ſage! Denn ich weiß es, was ſie iſt, Was ſie wiegt auf rechter Wage, Was nach rechtem Maß ſie mißt.

Andre moͤgen Andre loben, Und zu Engeln ſie erhoͤhn! Mir, von unten auf bis oben, Duͤnkt, wie Sie, nicht Eine ſchön. Wie von außen, ſo von innen, Duͤnkt auch nuͤchtern meinem Sinn Sie der hoͤchſten Koͤniginnen Aller Anmuth Koͤnigin.