Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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lieber wollte ich am Nordcap wohnen und zwei Dritt⸗ theile des Jahres mit Tannenholz feuern!.

Aber dennoch lebwohl Du ſchöner, warmer, blühender Süden, Nordamerikas Garten! Mich haſt du gewärmt und lieblich erquickt. Lebt wohl ihr mit Blumenranken umkleideten Piazzas mit den blaſſen Schönheiten, die ihr verbergt; lebt wohl ihr duften⸗ den Urwälder, ihr rothen Flüſſe, wo die Negerge⸗ ſänge ertönen; lebt wohl ihr guten, ſchönen, liebens⸗ würdigen Menſchen, Freunde der Sclaven, aber nicht der Sclaverei! Wenn ich jetzt im Geiſt gegen Süden ſehe, werde ich an euch denken und in euch an Carolinas und Georgias Zukunft. Ich ſehe euch dann unter euren Palmettos oder uuter euern Magnolien und Po⸗ meranzenhainen, und alle Früchte der Erde ausgebrei⸗ tet vor Euch auf eurem gaſtlichen Tiſch; ich ſeh auf die⸗ ſelben wie ich es manchmal geſehen habe, austheilen an den Fremdling und den Bedürftigen, ſie den Kindern aller Völker mittheilen. Ich ſehe um euch her Neger als Diener und Freunde. Sie ſind frei und ihr habt ſie dazu gemacht; ſie ſingen Hymnen, die ſie von euch gelernt haben, fröhliche Weiſen, die ſie ſelbſt gedichtet. Und für ſie und euch ſingt der hundertzüngige Vogel in den kühlen Lebenseichen mit den langen wehenden Moosranken, und über ihnen und euch iſt des Südens milder blauer Himmel und der Segen des Him⸗ mels! Möge es ſo ſein!

Doch, eines von Charlestons Myſterien muß ich Dir erzählen. Denn ich habe es oft gleich einem Schatten in Straßen und Gäßchen ſchnell vorbeiſchlei⸗ chen geſehen. Es ſieht aus wie ein Weib, armſelig ge⸗ kleidet in den Farben der Dämmerung. Sie nennt ſich