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Nichts ſagen— denn ich kenne ſie blos vom Gerücht, und was blos das Gerücht mir ſagt, das— laſſe ich dahingeſtellt ſein. An dunkeln Myſterien in größerer Anzahl, als das Gerücht zu erzählen weiß, kann es in einer bedeutenden Stadt, wo die Sclaverei zu Hauſe iſt, nicht fehlen. Ich habe ſagen gehört, daß es in Charleston eine Peitſchenanſtalt für Sclaven gebe, welche dem Staat ein Einkommen von mehr als zehn⸗ tauſend Dollars jährlich abwerfe. Wer einen Sckaven mit Ruthen beſtraft haben will, ſchickt ihn nebſt der Bezahlung für die Abſtrafung dahin. Dieß habe ich auch öfters geleſen und gehört, und ich glaube, daß es wahr iſt. Meine Stellung dahier macht es mir ſchwer, ja beinahe unmöglich, ſolchen Dingen näher nachzu⸗ forſchen, denn eine Spionin kann und will ich nicht ſein. Ich nehme blos ſo viel davon an, als ſich mir durch meine eigene Erfahrung aufzwingt und was ich deßhalb als eine Schickung betrachte, als etwas, das ich wiſſen und aufnehmen muß. Eigentlich habe ich hier mit dem Ideal zu thun und dieſes rein aufzu⸗ faſſen und darzuſtellen. Und im Gefühl des idealen Südens, ſowie er bereits theilweiſe iſt, und wie er einmal vollſtändig werden ſoll, um die Abſicht des Schöpfers zu erfüllen, nehme ich jetzt Abſchied von dem Süden mit Bewunderung und Liebe(mit Kummer über das, was er noch nicht iſt) und hoffe noch einmal hieher zu kommen. Ich ſchreibe Dir nicht mehr von hier aus, ſondern das nächſte Mal aus einem der nördlichen Staaten. Ich ſehne mich nordwärts nach kühlerer Luft und freieren Menſchen. Man muß doch hier oft ſeine innerſten Gedanken verſchlucken und ſchweigen, wenn man es vermeiden will, zu verletzen oder zu disputiren. Und dieſe Wärme, wenn ſie jetzt ohne Unterbrechung, wie ſie es thun ſoll, von einem Monat zum andern bis in den Sktober anhält...


