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Stockholm, im Mai 1853. An meine amerikaniſchen Freunde!
Dieſe Briefe ſind in eurer Heimath geſchrieben worden, während ich dort mit euch lebte wie eine Schweſter mit ihren Geſchwiſtern, im Norden, im We⸗ ſten, im Süden eures großen Gebietes. Im vertrau⸗ lichen Umgang mit euch ſind ſie zu Stande gekommen. Und ohne euch wären ſie nicht geworden, was ſie jetzt ſind, denn ohne euch hätte ich die Heimath in der ueuen Welt nicht kennen gelernt, hätte nicht aus den unver— letzlichen Räumen des heimiſchen Herdes das Geſell⸗ ſchaftsleben draußen betrachten dürfen. Darum widme ich euch dieſe Briefe. Sie ſollen euch Zeugniß bringen von mir und von meinem Leben unter euch.
Ihr ſagtet zu mir:„Wir hoffen, daß Sie uns die Wahrheit ſagen werden.“ Etwas Anderes wünſchtet ihr nicht von mir. Was ihr gewünſcht, habe ich zu erfüllen geſucht. Seid meine Richter!
Was ich in der neuen Welt geſehen und gefunden, habe ich in dieſen Briefen niedergelegt. Sie ſind zum größeren Theil Ergießungen eines Herzens in ein an⸗ deres Herz, aus eurer Heimath in die meinige in Schweden. Als ich ſie ſchrieb, dachte ich nicht daran, ſie in Druck herauszugeben, dachte nicht daran, ein Buch über Amerika zu ſchreiben, am allerwenigſten in dieſen Briefen; und das ſieht man ihnen auch deutlich genug an. Hätte ich daran gedacht, ſo wären ſie an⸗


