Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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der Vertrag unterzeichnet werden. Frau Cäcilie hatte bereits ihren Namen geſchrieben, und die andern In⸗ tereſſenten ſtanden im Begriff, daſſelbe zu thun, als auf einmal der alte Verwaiter, der ſich ſchon eine gute Weile wie in der größten Seelenangſt gewunden und zu wiederholten Malen den Schweiß von ſeiner Stirne ge⸗ wiſcht hatte, alſo anhob:

„Nein, ich halte es nicht länger aus... Ich kann es nicht auf mein Gewiſſen nehmen, zuzuſehen, wie hier das Eigenthum eines andern Mannes verkauft wird. Nein,“ fuhr er immer heftiger und mit verhaltenem Weinen fort, indem er Theobor, der ihm in den Arm gefallen war, auf die Seite ſchob,„nein, ich will, ich muß ſprechen. Ich muß es ſagen, daß hier der einzige Menſch ſteht, welchem das Recht zukommt über das Eigenthum des ſeligen Herrn zu verfügen. Hier ſteht der einzige rechtmäßige Erbe, der leibliche Sohn des gnädigen Herrn, Herr Erich Nordenhjelm.“ Und er deutete mit der Hand auf Theodor, der unbemerkt ein⸗ getreten war und ſich in ſeine Nähe geſtellt hatte.

Wäre ein Todter in ſeinem Leichengewand plötzlich vor den Blicken der Verſammelten erſchienen, ihre Ge⸗ ſichter hätten nicht bläſſer werden und keinen unheim⸗ licheren Ausdruck des Staunens annehmen könsen.

„Erich— Nordenhjelm?“ wiederholte Frau Cäcilie beinahe ſtammelnd;„Erich Nordenhjelm iſt todt todt ſchon ſeit langer Zeit. Wir haben ſichere Nach⸗ richten darüber.“

Theodor ſchien einen Augenblick mit ſich ſelbſt zu fämpfen, aber auf einmal wurde der Ausdruck der un⸗ ruhig geſpannten Züge ein entſchloſſener; er trat ein paar Schritte vor und ſagte in beſtimmtem Tone:

„Aber wenn nun dieſe Nachrichten falſch wären? Erich Nordenhjelm nicht todt wäre, ſondern noch

ebte!“ „Er iſt aber todt!“ wiederholte Frau Cäcilie gleich⸗ ſam mechaniſch, wich jedoch im gleichen Augenblick, wie getroffen von dem Blick, den Theodor auf ſie heftete,