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ſchon, was ſie ſagen wird. Sie iſt ſo eine beſondere Frau, und hat zu ihren Kindern, ſobald ſie einmal erwachſen waren, namentlich auch zu mir, als ich meine Fabrikpläne im Kopf hatte, immer geſagt:„Macht Euch glücklich, auf welche Art Ihr's am beſten findet und am liebſten wollt. Ich will alles das Meinige dazu beitragen, daß es Euch nach Wunſch ergeht.“ Und wir wiſſen auch, daß Mama Wort hält. Aber eben deßhalb auch dieſe Bangigkeit, wenn man ihren Abſichten entgegenhandelt und Etwas will, das ihr unangenehm ſein könnte. Und nun weiß ich, daß meine Verlobung mit Capitän Rapp für Mama bloß unan⸗ genehm ſein kann, denn ſie kennt ihn faſt gar nicht und hat ſich ſchon allzu ſehr mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß Adolph und ich ein Paar werden ſollten. Aber das wäre kein Glück geweſen, denn im Grund paſſen wir gar nicht für einander. Er iſt zu hoch und zu melancholiſch für mich, und ich bin für ihn viel zu alltäglich. Wir wären nie ſo glücklich geworden, wie er mit Virginie geweſen, die in jeder Beziehung das Abbild Mama's war. Aber Capitän Rapp und ich, wir paſſen zuſammen und werden in Luſt und Leid mit einander durch's Leben tanzen, wenn nur Mama, ach! wenn ſie nur gewiß Ja ſagt und damit zufrieden iſt. Denn wenn Mama jetzt Ja ſagt, was ſie ganz gewiß thut, aber nicht vergnügt iſt, ſondern blaß und ſo ſchweigſam wird, wie ſie manchmal in trüben Stunden ſein kann, und wenn dann auch Adolph traurig würde, das hielte ich nicht aus, und es möchte gehen, wie es wollte, ſo wäre ich, wenigſtens für den Anfang, un⸗ glücklich.
„Und nun ſprich, gib mir einen guten Rath. Wie ſoll ich mich benehmen? Was ſollen wir thun?“
„Warte bis morgen,“ antwortete das Fräulein, „dann aber ſage Alles und ſprich mit Deiner Mutter, ehe noch Rapp es thut. Aber warte, bis Adolph mit ihr geſprochen hat. Ich müßte mich ſehr irren, wenn er ihr nicht Etwas anzuvertrauen und ein Bekenntniß


