Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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es Einem ganz warm um's Herz wurde. Mama ſelbſt ſagte, ſie würde dieſen Beſuch für keinen Thaler her⸗ geben; ſo gut hatte ſie ſich dabei unterhalten und ich ebenfalls. Und ich dachte in meinem Herzen, es müßte ſehr erfreulich ſein, mit einem ſo angenehmen Manne, wie Capitän Rapp, recht oft in Geſelſchaft zuſammen⸗ zukommen. Einen ſo vergnügten Abend bekamen wir den ganzen Winter nicht mehr. Und nun im letzten Winter oder vielmehr Herbſt, als wir wieder ganz allein waren und Mama mich immer blaſſer und ma⸗ gerer werden ſah— ſie meinte, aus Gram um Adolph, und ich grämte mich auch wirklich um ihn, aber nicht ſo ſehr, ſondern es war mir nur zu einſam und lang⸗ weilig, da ſchrieb ſie an Fridolph, er ſolle kommen und mich über den Winter nach H. zu ſich nehmen, damit ich mich zerſtreuen und in Bällen und Geſell⸗ ſchaften eine Unterhaltung finden könne. Und damit waren wir alle wohl zufrieden. Denn Fridolph und ich⸗ halten große Stücke auf einander, obſchon Schwä⸗ gerin Amalie mir etwas zu ſchnippiſch iſt, und ich ihr— glaube ich— viel zu landpomeranzenmäßig und dummdreiſt vorkomme. Aber in der Nähe von H. wohnte Capitän Rapp, und ſeit ich in der Stadt war, kam auch er oft dahin, veranſtaltete Schlittenpartien und Bälle, und lud mich jedesmal dazu ein, ſo daß ich einen ungeheuer luſtigen Winter hatte und auf mehr als dreißig Bällen tanzte. Da erfuhr ich denn von vielen Leuten, was für ein braver und ehrenwerther Mann Capitän Rapp iſt, in welch hoher Achtung er ſteht und wie man ihn überall ſo gerne ſieht. Und als ich jetzt wieder nach Bragesholm zurückreiſen ſollte, und Capitän Rapp meine Hand feſthielt und ſagte, er könne mich unmöglich loslaſſen, denn ich habe ihm ſein Herz geraubt, da merkte ich, daß auch er das meinige beſaß, und da— waren wir verlobt, ehe ich's noch recht wußte. Denn er iſt ſo lebhaſt und haſtig in Allem, was er unternimmt... Und jetzt kommt Alles darauf an, wie Mama die Sache anſieht. Ich weiß

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