Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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iſt es gewiß. Und in allen Fällen, was könnte es nützen? Es würde bloß reizen und erbittern. Wenn Du alle Unterſtützung ablehnen willſt, ſo thue es mit Freundlichkeit. Thue es ſo, daß es Deine Verwandten nicht verletzt, daß ſie Dein Benehmen gutheißen kön⸗ nen, während Du Deine Würde bewahrſt. Wäre es ſo nicht am beſten, Ida?“

„Du biſt ein milder, verſöhnender Geiſt, Ina, und dabei klug,“ verſetzte Ida nach einer kurzen Pauſe. „Es wäre wohl am klügſten ſo. Aber...

„Aber gib jetzt noch keine beſtimmte Antwort. Gönne Dir etwas Zeit. Siehe den Brief näher an, laß einige Tage vorübergehen, vielleicht kommt er Dir dann anders vor. Laß ihn Mama leſen und.

„Ich habe nicht viel Zeit zum Warten, wenigſtens hier nicht,“ ſagte Ida mit einem Seufzer.„Schon heute Nacht muß ich abreiſen. Ein Verwandter mei⸗ nes Mannes, der Oberſt G., kommt mit dem Dampf⸗ ſchiff nach Oernſtöld und will mich abholen, bis Tornea begleiten und von da in ſeinem Wagen nach Uleaborg führen, wo ich ein paar Wochen zu bleiben verſprochen habe, bevor ich nach Petersburg reiſe. Ich muß ſein Anerbieten annehmen und mich bereit halten. Aber laß uns jetzt nicht mehr von mir reden. Sprich von etwas Anderem; von dem, was ſo eben noch ſo viel Freude machte.“

„Ach wie ſchade,“ rief Ina,„daß Du gerade jetzt, wo alle Geſchwiſter kommen und wir es ſo luſtig hier haben werden, fort mußt! Ach, Ida, wie angenehm, Geſchwiſter zu haben!“

„Iſt das wirklich ſo angenehm?“ verſetzte Ida mit mißtrauiſchem Lächeln.

„Ach ja! und jetzt werden wir ſehr heiter beiſam⸗ men ſein, denn wir haben gute Neuigkeiten zu beſpre⸗ chen. Durch den Verkauf eines kleinen Gutes, das Mama erſt recht eingerichtet hat und jetzt vortheilhaft losſchlagen kann, ſind wir in Stand geſetzt, unfere Schulden zu bezahlen, und Bragesholm bleibt uns