Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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ſüchtiger Miene, und nach einer Weile ging ſie den⸗ ſelben Weg, den Frau Cäcilie gegangen war.

Sie ging durch einen großen Saal, die große Freude genannt ſchon ſeit den Zeiten der Frau Märtha Orrhane, die früher das Gut beſeſſen, das Haus gebaut und in dieſem Saal alle ihre Hochzeiten und Feſtmahle gefeiert hatte— und ſie mag ihrer viele gehabt haben. Die Wände in dieſem Saal hatte ſie eigenhändig mit himmelblauen Luſtgärten und wunderlichen Tempeln bemalt, wo glotzäugige Hirten und Hirtinnen einander die entfetzlichſten Blicke zuwarfen, und wo Frau Märtha Orrhane fröhlichen Andenkens ſelbſt in Lebensgröße und in einem ſteifen Reifrock ſaß, mit höchſt verwun⸗ derter und erfreuter Miene über ihre Meiſterſtücke, ſowie über die gereimten moraliſchen Denkſprüche, die ſie mit eigener Hand über die vier großen Thüren des Saales geſchrieben hatte, unter denen wir uns nur

noch des folgenden Verſes entſinnen:

Ueb' immer Treu und Redlichkeit Bis an Dein kühles Grab,

Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab.

Ida ging, wie geſagt, durch die große Freude und ſodann durch mehrere Zimmer, die alle mit eigenen Namen ſchon ſeit Frau Märtha Orrhane's Zeit getauft waren; und ſo kam ſie in die ſogenannte kleine Freude. Hier wohnte Ina, die im Hauſe auch die Innerſte genannt wurde. Und drinnen redeten jetzt fröhliche, vertrauliche Stimmen.

„Es iſt herrlich, daß unſere Angelegenheiten ſich ſo gut machen, und daß der Handel bald abgeſchloſſen werden kann!“ ſagte eine lebhafte junge Stimme.„Und daß Adolph ſchon heute Abend kommt. Wie mich das freut!. Ach, wir müſſen dem Fiſcher ſagen, daß er uns auf den S einen Lachs verſchafft, Adolph's Lieblingsgericht. Und auch das Maſtkalb müſſen wir ſchlachten!... Und dazu, Mama, willſt Du mir

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nicht Vorr gerüſ angel

hinat ihren druck nehm und