Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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heit ſeiner Sitten; Johann Liljecrantz, der Finanzmann; die Naturforſcher Artedi, Gahn und Seſſtröm, und der feurige Patriot Georg Adlerſparre.

Norrlands Natur gleicht der dalekarliſchen, iſt aber großartiger, ausgedehnter, freundlicher. Die großen, reißenden Ströme durchbrauſen Thalſtrecken, die an Schönheit mit einander wetteifern. Berg erhebt ſich auf Berg in unermeßlichen Amphitheatern, gleich als wollten ſie hinabblicken auf das, was in den Thälern vorgeht, auf die Landleute, die ſchön von Geſtalt, rein an Sitten, klaren Kopfes, frommen Herzens und fröhlichen Gemüths an dem Fluſſe wohnen, frei, wohlhabend, glücklich; ſo⸗ dann auf die lächelnde Schönheit der Wieſen, wo die Flora des Nordens, arm an Arten, aber freigebig in ihrem Reichthum, die Ackerbeerblume, den Cornus und die Moltebeerhlumen in ihrer Farbenpracht ſchimmern läßt; auf die ftattlichen Birken, die von Nyporna her am Ufer entlang, Grabhügeln einer Urwelt gleichend, gegen den Fluß hin ihre hellgrünen Wipfel neigen; endlich auf den Fluß, den Mittelpunkt des Gemäldes, in deſſen Spiegel die Berge ſich ſelbſt und die ganze herrliche Gegend von Neuem beſehen. Herrlich beſon⸗ ders, wenn über ihr eine norrländiſche Sommernacht ſchwebt, klar, ſchattenlos, mit magiſchem Scheine Alles übergießend, was da lebt, athmet, liebt und genießt. Und ſolte nicht Alles lieben unter dieſem Himmel, wo die Abewröthe und die Morgenröthe, ſiegreich über die Mitternaht, einander küſſen und die Gipfel der Eisberge flammende Blicke in die Tiefe der Thäler hinabſenden, in dieſer krzen Sommerſtunde, wo das Erdenleben in dithyrambiſher Freude keimt, blüht und Früchte trägt im Lichtglanz weniger Wochen, wo das Leben ſelbſt ein Feſt ſchent, das Nichts von Dunkel und Nacht weiß? Bald iſt es vorüber. Bald kommt die Kälte und die Finſteniß, der lange Winter und die lange Nacht, wo alles Naturleben ſtirbt, ſchläft unter dem großen Leichentuh. Aber um die ſchneebekleidete Erde halten die Nordlchter Wacht, führen ſtille nächtliche