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ſpäter das Kreuz aufrichtete und den Altar gründete, vor welchem der alte Glaube ſiel. Einſt und Jetzt ſcheinen ſich hier zu nähern. Upſala, die Stadt der hohen Hallen, die Stadt Odin's, iſt noch immer um⸗ geben von Grabhügeln, von Mauern des alten Götzen⸗ tempels innerhalb der neuen Kirche, von den Hügeln Odin's, Thor's und Freia's, und in ihrem Schooße weilt die aufblühende männliche Jugend Schwedens, ſo daß die Stadt den alten Glauben und die neue Zeit um⸗ ſchließt. Denn der alte Glaube iſt in Schweden noch nicht todt, noch nicht in die Erde verſunken. Trümmer davon beſtehen noch durch ganz Schweden in dem Volksglauben an die Elfen und Kobolde, an Bewohner der Berge, der Grabhügel und Ströme, an untergeord⸗ nete Naturgeiſter und Dämonen. Noch opfert man hier zu Lande in heiligen Quellen auf den Vergen, noch beſchwört man böſen Zauber durch geheime Zauberkünſte, noch kämpfen die Abgötter mit dem einzigen großen Gott. Der Upländer iſt vielleicht unter allen Provinz⸗ bewohnern Schwedens am wenigſten in dieſen aber⸗ gläubiſchen Meinungen noch befangen. Aber was er ſich von der edleren heidniſchen Natur in hohem Grade bewahrt hat, das iſt der Stolz, die Standhaftigkeit, die Fähigkeit, viel zu wirken und viel zu überwinden, viel zu tragen und viel zu leiden, ohne zu klagen. Die Sture, Guſtav Waſa, der große Axel Oren⸗ ſtjerna, Anders Celſius, Johann Baner, Nils Bjelke waren auch in dieſer Beziehung Upländer. Und einen ſtarken, ausdauernden Geiſt beſaß auch ſie, jene räthſelhafte Frau, die von Upland ausging und in Rom kanoniſirt, von ihrer Mitwelt theils geprieſen, theils getadelt wurde, auch jetzt noch nicht verſtanden iſt, aber nach einer Ehre ſtrebte, die nicht im Lobe der Menſchen beſtand; denn als ſie ihre Fahrt zu dem heiligen Grabe beſchloß, da ſagte ſie:„Ich habe mein Werk um Euretwillen nicht begonnen und gedenke es auch nicht Euretwegen zu vollenden. Ich habe in mei⸗


