Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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das hier zwiſchen den Wellen und den Bergen auf⸗ wuchs, brach ſpäter Bahnen durch Felſenberge und lehrte die Wogen, vorwärts zu fließen, um einen Weg zwiſchen zwei Meeren zu bilden.

Wir kehren zum Feſtlande zurück. Nördlich von Smaland beginnt Oſtgothland, eine der größten und fruchtbarſten Landſchaften Schwedens und zugleich mit Weſigothland der Kern des alten Gothenlandes, wo in früheren Tagen kleine Könige mit einander wett⸗ eiferten und ſtritten. Tiefe, dunkle Wälder begegnen uns hier, der Tived und der Kolmard. In der heidniſchen und noch bis ſpät in der chriſtlichen Zeit befahl der Reiſende, den ſein Weg durch dieſe Wälder führte, ſeine Seele in Gottes Hand. Am ganzen Wege hin ſtehen Morddenkmale aus Steinen und Reiſern. Und wirklich können die Oede und Stille des Waldes, ſo⸗ wie die langen Abſtände zwiſchen bewohnten Orten düſtere Gedanken erwecken. Aber iſt man auf der Höhe des Kolmard angekommen, ſo wird man von der herrlichſten Ausſicht auf fruchtbare, von Gewäſſern durchſchnittene Gefilde überraſcht.

Der Oſtgothländer iſt ſtolz auf ſein Heimathland. Zuverläſſig, ehrlich und gaſtfrei, iſt er zufrieden mit ſeinem Lande, zufrieden mit ſich ſelbſt, und will ſein Recht genießen, aber ohne die Rechte Anderer zu ver⸗ letzen.„Iſt der Oſtaothländer gut gefüttert— ſagt ein Sprüchwort— und man ſtellt ihn in Reih und Glied, ſo weicht er vor dem Teufel ſelbſt nicht zurück.“ Er könnte auch auf die Männer ſtolz ſein, die aus ſeiner Heimath hervorgegangen, als da ſind: Rydelius, Schwedens älteſter Philoſoph, die Dichter Leopold, Gyllenborg, Jakob Wallenberg, Dahlgren, und der Naturforſcher Berzelins, deſſen Namen Europa ver⸗ ehrt. Wir nennen hier nur die großen Todten.

In Oſtgothland finden wir den Goͤthakanal,„Schwe⸗ dens blaues Band,“ welches die Oſtſee mit der Nord⸗ ſee verbindet. Und an Motalas Strand, am Rande des Kanals, liegt ein Grab, bei welchem die Reiſen⸗