Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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Wie viel und wie wenig zugleich iſt doch das Leben eines Dichters! An keinem Beiſpiel hat ſich das klarer erwieſen als an dem des ebengenannten Skalden. Der Sänger Pleromas wurde auf dem un⸗ romantiſchen Pfarrhof Gärdslöſa, vielleicht dem pro⸗ ſaiſchſten Punkte in ganz Oeland, geboren und wuchs dort heran mit einer unſchönen gebückten Geſtalt, einem unſchönen Geſichte, aus welchem nur dann und wann die gewöhnlich geſenkten Augen einen Blitz ſchoſſen. Er ſchien in allen Stücken ein durchaus ge⸗ wöhnlicher Menſch zu ſein, aß Leibkuchen, Oelands ſchwerfälliges Lieblingsgericht, ſpielte tief in die Nacht hinein, bis der Hahn krähte, mit ſeinen Schweſtern Triſett und ſtarb, von körperlichen Leiden verzehrt, in ſeinen beſten Jahren als ein geringer Schreiber bei einer Beamtung in Stockholm. Gleichviel; Pleromas Sänger wird ewig leben. Und die„Lilien Sarons“, unvergänglicher als alle Blumen Oelands, werden in der ſchwediſchen Bruſt fort und fort blühen mit dem Dufte des ewigen Frühlings.

Oelands Proſa ſind ſeine Windmühlen. Sie ſtehen auf Höhen. Unter ihnen befinden ſich ſeine Haine, ſeine poetiſche königliche Schloßruine mit den Erinnerungen an die ſanfte Herzogin Ingeborg, die als Wittwe hier wohnte, um zu weinen und Gutes zu thun, und an den ehrgeizigen Prinzen, der ſich hier anbaute, und auf eine Krone wartend nach dem Fahr⸗ waſſer Stockholms ausſchaute. Er bekam auch dieſe Krone von Chriſtine, aber man hörte ihn ſpäter unter dem Druck der Regierungsſorgen oft rufen:„Mein gutes Oeland, mein gutes Oeland, wie glücklich war ich nicht an deinem Strande!“

Gothland, das Auge der Oſtſee genannt, ein Bergplateau, das ſich aus dem Meere heraus erhebt, merkwürdig durch ſeine ſtolzen Erinnerungen, ſeine ſchönen Ruinen, ſeine Blumen und ſeine altväteriſchen Sitten, iſt es auch als Piedeſtal für Schwedens größtes mechaniſches Genie, Chriſtopyh Polhem. Das Kind,

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