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welchen er in vaterländiſchen Angelegenheiten entwickelt hat und, ſo bald er ſich aus ſeinem materiellen Drucke erhoben, immer mehr entwickelt. Es iſt eine alte Wahrheit: der Bewohner Schwedens iſt im Allgemei⸗ nen trägen Geiſtes, er begreift ſchwer, was außerhalb des alltäglichen Lebens liegt, ſeine Sprache iſt ſchlep⸗ pend, ſchwer iſt ſein Brod, ſchwer ſeine Grütze, ſchwer⸗ fällig iſt ſeine Tracht, wenn auch eigenthümlich und ſchön, beſonders die Tracht der Frauen, und unter dem ſcho⸗ nen'ſchen Kopftuch laſſen ihre runden, behaglichen Ge⸗ ſichter ganz hübſch. Mit einem Wort, die gewöhnliche Schwerfälligkeit der Ebenenbewohner klebt auch ihm an. Denn es iſt einmal ſo und kann nicht anders ſein: der Menſch nimmt das Gepräge der Umgebung an, worin er lebt, und je irdiſcher ſeine Natur iſt, um ſo mehr wird ſie von den Erde gefeſſelt. Nur die Liebe und die Geiſtesbildung befreien davon; ſie erhe⸗ ben ihre Schwingen ebenſo frei und ebenſo ſtrahlend über das Flachland wie über die Gebirge, über die Sandwüſte wie über die paradieſiſchſte Gegend. Tiefe Denker ſind aus dem ſchonen'ſchen Bauernſtand hervor⸗ gegangen, und auf dem ſchwediſchen Reichstag hat Niemand mit ergreifenderer Beredtſamkeit die Sache des Lichts und der Freiheit geführt, Niemand Worte geſprochen, die ſo tief aus dem Herzen kamen und mit ſo zundender Kraft wieder zum Herzen drangen, als der Bauer Nils Manſon aus Stumparp.
Schonen liefert unter allen ſchwediſchen Provin⸗ zen das meiſte Getreide. Es hat Schweden aber auch Beſſeres und Größeres gegeben: einen ſeiner größten Ju⸗ riſten, David Nehrman, und zweiſeiner genialſten Maler, die ganz Europa bewundert. Mußten ſie nicht in dem Lande geboren werden, das der Sonne lieb iſt?
Uund warm leuchtet die Sonne über Schonens Ebenen, auf denen der Schnee nur kurze Zeit und zwar unruhig weilt, da er ſtets von den Winden ge⸗ jagt wird; Ebenen, wo der Buchweizen reift, wo der Maulbeerbaum und die ächte Kaſtanie Früchte tragen,


