Teil eines Werkes 
3 Bändchen (1849)
Entstehung
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Einleitung.

Das was ich liebe, was ich von Jugend auf unter allen geſchaffenen Dingen am meiſten geliebt habe, hat ein ſchön Antlitz. Nicht griechiſch ſchön. Nein. Seine Züge ſind ganz und gar nicht regelmäßig. Nicht lächelnd ſchön. Nein. Obwohl das ſchönſte Lächeln darin ſtrahlt, ſo iſt doch ſein Ausdruck ernſt, und es hat düſtere Blicke, unſchöne Furchen und Narben. Aber ich liebe auch ſie. Warum? Ich weiß es nicht. Die Liebe iſt trotziger Natur; ſie liebt juſt die unſchöne Narbe zu kuͤſſen, die Gebrechen zu ſchmücken mit den Blumen der Zärtlichkeit. Hoch iſt meines Geliebten Geſtalt, groß die Contraſte, die er darbietet, von ſeinen Füßen an, welche die Wogen der Oſtſee beſpülen und blu⸗ menreiche Matten umkoſen, bis zu ſeinem Scheitel, auf den er ſich eine Krone von nordſcheinumflammten, zacki⸗ gen Eisfelſen ſetzt.

Zu ſeinen Füßen will ich ſitzen und auf ſeine Worte achten, wie ein Kind auf die Worte ſeiner Mutter.

Und hoch ſind Deine Lehren, Schweden, Mutter⸗ land, Vaterland! Die Meere ſind weniger tief, die Sonnenſtrahlen weniger warm, die Roſen weniger lieb⸗ lich als ſie. Oder was bezeugt der Walaſang, geſun⸗ gen„am Morgen der Zeit“, über die Geburt der Welt, uber ihren Kampf und Untergang, über ihre Wieder⸗ geburt durch Geſchlechter„genährt von Morgenthau,“ uber das Todtengericht, über den hohen Gimle und das abgrundtiefe Nifelheim? Und der Väter Thaten und der Väter Gräber, was bezeugen ſie?