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ließen den Baron Peter von Braun, damaligen Päch⸗ ter und Vice⸗Direktor der beiden Hoftheater, den Ent⸗ ſchluß faſſen, dem großen Emanuel einen großen Strich durch die Rechnung zu machen; er ſteckte ſich hinter Zit⸗ terbart, und eines Morgens wurde Wien durch die Neuig⸗ keit überraſcht, Baron Braun habe das Theater an der Wien um den Preis von Einer Million Gulden an ſich gebracht.
Und ſo war es auch!
Schikaneder trat augenblicklich zurück— das übrige Perſonale wurde beibehalten.
Das Repertvir beſtand nun hauptſächlich aus fran⸗ zöſiſchen Operetten.
Anfangs Faſching im Jahre 1804 begannen die Vorſtellungen auf Rechnung des Baron Braun, und ſchon im Sommer desſelben Jahres mußte dieſer ſich ſo weit herablaſſen, nach Nußdorf, außerhalb Wien— wo Schi⸗ kaneder ſich angekauft hatte— zu fahren und ſeinen Feind bitten, daß er die Direktion des Theaters an der Wien wieder übernehme.
Der große Emanuel ſchlürfte dieſe glänzende Sa⸗ tisfaktion wie den ſüßeſten Tokayer ein, und ſtand im September wieder an der Spitze des Geſchäftes. Wenn etwas im Stande iſt, einen Maßſtab für die


