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Theater an der Wien, durch dieſen ſechsundvierzig Jahre ſpäter Direktor Pokorny.
Mitten in der todten Saiſon, nämlich am 13. Juni 1800 wurde das Theater an der Wien mit der Zauber⸗ flöte eröffnet.
Am Tage vorher ſpielte Schikaneder noch im Frei⸗ hauſe.
Er brachte ein Gelegenheitsſtück„Thespis“, von ihm verfaßt, zur Aufführung, und gab darin den Thesbis.
Das zahlreiche Publilum nahm von ſeinem Lieblinge ſtürmiſchen Abſchied, um ihn am nächſten Abende im neuen Hauſe, wohin er mit ſeiner ganzen Geſellſchaft überſie⸗ delte, eben ſo ſtürmiſch zu empfangen.
Das Theater an der Wien iſt noch heute das ſchönſte und bequemſte, und ſowohl was die Bühne und das Au⸗ ditorium betrifft, das geräumigſte in Wien.
Uiber dem zweiten großen Eingang, wo die Zufahrt zu den Bogen ſtattfindet, ſetzte Schikaneder ſich und Mo⸗ zart ein ſteinernes Denkmal, indem er ſich dort als Pa⸗ pageno aufſtellen ließ, der ſeine Lockpfeife gegen die Stadt hinein bläſ't, während neben ihm ein paar pausbäckige Buben Netze voll Vögel halten.
Vermuthlich eine Anſpielung auf die eroberte Gunſt des Publikums.
„Man ſagt,“ ſchreibt einer ſeiner Zeitgenoſſen im


